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SPRACHINSELKOMITEE – Jahresversammlung Campello Monti/Kampel Aufruf zu Zusammenarbeit von Gianni Nicolussi Zaiga – Lusèrn in “Dar Foldjo”- Dezember 2015

von Online-Redaktion (Kommentare: 0)

Übersetzung :  Isabella Pedrazza

 

 

Vom 9. bis zum 11. Oktober haben sich die Vertreter des Komitees, welches die deutschsprachigen Minderheiten Italiens vereint, in Campello Monti eingefunden, in dem einst die Walliser des Piemonts ansässig waren. Wir stammen allesamt aus kleinen Bergdörfern, die von österreichischen, schweizer oder deutschen Siedlern bevölkert worden waren. Jedes Jahr treffen wir uns, um uns auf den Schutz unserer Sprachen und unserer Kulturen zu verständigen.

Seit ein paar Jahren ist Campello Monti nicht mehr ganzjährig bewohnt, auch wird die Straße bei Schneefall nicht mehr geräumt. Einst gab es dort auch eine Schule, diese wurde jedoch 1965 geschlossen. Es ist traurig, zusehen zu müssen, wie eine Sprache, ein Dorf und seine Kultur verlorengehen. Diese Dorfgemeinschaften haben leider nicht die selbe Aufmerksamkeit seitens der Region und der Provinz genossen, wie wir, und wurden aufgegeben. Es muss jeder denkbare Schritt unternommen werden, um Kulturen und Dörfer, wie das unsere lebendig zu erhalten.

Im nächsten Jahr werden wir nach Sauris-Zahre zurückkehren und dort erneut den Zyklus beginnen, mit dem einst alles begonnen hat.

Das Einheitskomitee  der historischen deutschen Sprachinseln in Italien wurde 2002 in Lusern gegründet. Damals war auch Gianni Molinari, Vorsitzender des Curatorium Cimbricum Veronese als Vertreter der Minderheiten zugegen. Leider ist er im letzten Oktober verstorben. Er lebte in Selva di Progno und hat sich stets dafür eingesetzt, eine Sprache, die vom Aussterben bedroht war, am Leben zu erhalten. Auch die Zimbern Luserns entbieten ihm den letzten Gruß.

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